Special Olympics

Die Sportbewegung "Special Olympics" basiert auf einer Idee von Eunice Kennedy-Shriver, einer Schwester von John F. Kennedy. Eunice wollte etwas für ihre behinderte Schwester Rosemary tun und organisierte Sommercamps für mentalbehinderte Jugendliche. Um diese Leute auch sportlich zu beschäftigen, wurden verschiedene Sportarten und deren Regeln für die Bedürfnisse dieser Personen adaptiert. Special Olympics wurde in Amerika rasch populär und im Lauf der Jahre kamen immer mehr Sportarten dazu  -  und es ist kein Ende abzusehen!

Arnold Schwarzenegger, der Schwiegersohn von Eunice Kennedy-Shriver, fand diese Idee so großartig, dass er darauf drängte, Special Olympics auch außerhalb Amerikas bekannt zu machen und schaffte es, dass die SO-Welt-Winterspiele 1993 nach Österreich vergeben wurden. Von hier aus trat diese Bewegung einen Siegeszug durch Europa an und eroberte dann auch Asien. Nun hat Österreich  - als erstes Land weltweit  -  diese Special-Olympics-Welt-Winterspiele ein zweites Mal zugesprochen bekommen. 2017 finden diese in der Steiermark statt.

Der große Unterschied zwischen Sportbewerben für "normale" Athleten und SO-Athleten liegt darin, dass normalerweise Gleichaltrige gegeneinander antreten, aber bei SO-Bewerben ist nicht das Alter ausschlaggebend, sondern der Grad der Behinderung. Daher gibt es in allen Sportarten verschiedene Levels, damit immer möglichst gleiche Voraussetzungen bestehen  -  diese Levels sind dann aber schon in Altersgruppen unterteilt, damit nicht 12-Jährige und 40-Jährige in der gleichen Gruppe starten müssen.

Unser Verein hat seit 1994 eine eigene Sparte "Behindertensport" und unterrichtet Personen mit mentaler Beeinträchtigung im Eiskunstlaufen nach den Regeln von Special Olympics. Sobald jemand ein gewissen Können erreicht hat, ermöglichen wir die Teilnahme an SO-Bewerben -  und weil es in Europa kaum Bewerbe gibt, organisieren wir fast jedes Jahr einen internationalen Bewerb in Wien.